08.07.2017 (Ganztägig)

Heuer findet das UNESCO-Welterbefest am 8. Juli 2017 ab 11 Uhr erstmals direkt am Keutschacher See in Gerti ́s Strandbad statt. Mit dem Fest wird das derzeit einzige UNESCO-Welterbe Kärntens gefeiert - die 6000 Jahre alte Pfahlbausiedlung im Keutschacher See. 

Fact Sheet: UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ in Österreich

Pfahlbaustätten auf der UNESCO-Welterbeliste und beteiligte Länder

111 Fundstellen, eingetragen in die UNESCO-Welterbeliste 2011. Beteiligt sind 6 Länder - Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Schweiz, Slowenien.

Anzahl und Standorte der Pfahlbaustätten auf der Liste des UNESCO Welterbes in Österreich

Insgesamt 5
Attersee/Oberösterreich
3: Abtsdorf I und Abtsdorf III (Gemeinde Attersee am Attersee) und Litzlberg Süd (Marktgemeinde Seewalchen am Attersee)
Mondsee/Oberösterreich
1: See am Mondsee (Marktgemeinde Mondsee)
Keutschacher See/Kärnten
1: Keutschacher See (Gemeinde Keutschach am See)

Besonderheiten der UNESCO Welterbestätten

Die UNESCO Welterbestätte Abtsdorf I am Attersee (OÖ) kann bisher als einzige Pfahlbausiedlung in Österreich eindeutig in die Bronzezeit eingeordnet werden und bietet wichtige Einblicke in die Entwicklung der Umwelt am Attersee. Die 14-C Datierung der Fundschichten belegt ihr Bestehen im 17./16. Jahrhundert v.Chr.

Die UNESCO Welterbestätte Abtsdorf III am Attersee (OÖ) gehört zu den kleinsten Pfahlbausiedlungen in Österreich. Sie war wahrscheinlich nur für einen kurzen Zeitraum bewohnt und bietet in Verbindung mit den benachbarten Fundstellen von Abtsdorf I und Abtsdorf II gute Voraussetzungen für die Erforschung von Dorfentwicklungen zur Zeit der Pfahlbauten.

Die UNESCO Welterbestätte Keutschacher See (KT) wurde nicht nur als erste Siedlung im Jahr 1864  entdeckt, sie ist auch die derzeit älteste Pfahlbausiedlung in Österreich. Der erste Bau dieser Inselsiedlung inmitten des Sees muss anhand der Datierung der hölzernen Pfähle spätestens um 3947 v.Chr. stattgefunden haben.

Die UNESCO Welterbestätte Litzlberg Süd am Attersee (OÖ) ist eine der am besten erhaltenen Pfahlbausiedlungen in Österreich. Aufgrund der besonders guten Konservierung der im Seeboden verborgenen Dorfruine ist die Fundstätte ein herausragendes Archiv für naturwissenschaftliche Untersuchungen.

Die UNESCO Welterbestätte See am Mondsee (OÖ) ist die namengebende Fundstätte der  sogenannten Mondsee Gruppe, die generell in das 4. Jahrtausend v. Chr. eingeordnet werden kann. Aus See am Mondsee stammen die reichhaltigsten Funde von österreichischen Pfahlbauten und wichtige Erkenntnisse zu den Handelskontakten ihrer Bewohnerinnen und Bewohner.

 

Palafittes Guide App

Palafittes Guide App Screenshot

Der «Palafittes Guide» ist eine umfangreiche Informations-Sammlung über das Unesco-Welterbe. Er enthält einen Audioguide für zahlreiche schweizer, deutsche und österreichische Standorte. An diesen Standorten wird in jeweils etwa 3 Minuten erzählt, was im Boden oder im Seegrund liegt, wie die Pfahlbauer hier gelebt haben und wie die Archäologie das Thema erforscht.
 
Neben diesem Audioguide enthält der «Palafittes Guide» Informationen zu Museen, in denen Objekte aus der Pfahlbauerzeit ausgestellt sind, sowie eine umfangreiche Textsammlung mit allgemeinen Informationen über die Pfahlbauer. Für den Audioguide gilt: Auch er funktioniert überall, aber vor Ort ist er auf jeden Fall interessanter.

Fördergeber

 
Das Kuratorium Pfahlbauten wurde im Jahr 2012 von Bund und Ländern ins Leben gerufen, um den österreichischen Teil des internationalen UNESCO-Welterbes „Prehistoric Pile Dwellings around the Alps“ stellvertretend für die Republik Österreich zu betreuen.

Die Fördergeber sind:

Partner und Sponsoren

   
Das UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ wird unterstützt durch: